Die meisten Haus- und Nutztiere sind soziale Wesen. Sie brauchen Kontakt, Kommunikation und stabile Beziehungen – zu Artgenossen ebenso wie zum Menschen. In menschlicher Obhut können Tiere ihre sozialen Partner nicht frei wählen. Deshalb liegt es in unserer Verantwortung, passende Kontakte zu finden (freunde) und dem Tier zu helfen, mit schwierigen Begegnungen umzugehen (potenzielle Feinde). Nicht jedes Tier muss gemocht werden – aber Konflikte müssen auch nicht eskalieren. Ruhe, Abstand und Ignorieren sind wichtige soziale Fähigkeiten, die gelernt werden dürfen. Gesunde soziale Strukturen reduzieren Stress, fördern emotionale Sicherheit und stärken das Immunsystem.
Jedes Tier bringt seine eigene Geschichte, seine Aufgaben und seine Lernthemen mit. Oft besteht zwischen Mensch und Tier eine tiefere Verbindung – eine gemeinsame Entwicklung auf seelischer Ebene. Wird dieser Sinn erkannt, verändert sich die Beziehung grundlegend. Dabei ist das Tier nicht nur für den Menschen da. Seelisch gesehen kann es den Menschen auf seinem Weg begleiten und unterstützen – zugleich hat jedes Tier seinen eigenen Seelenweg. Unsere Verantwortung ist es, auch diesen zu respektieren und zu fördern. Erst wenn beide Wege gesehen werden, entsteht eine echte Partnerschaft – getragen von Respekt, Bewusstsein und Verbundenheit.
Wenn wir das Wohlbefinden eines Tieres auf allen neun Ebenen betrachten, entsteht echte Veränderung – nachhaltig, ruhig und im Einklang mit dem Wesen des Tieres.
Diese neun Levels bilden einen klaren Rahmen, der für jede Tierart gilt. Gleichzeitig ist jedes Tier ein Individuum. Innerhalb dieser Ebenen gilt es daher immer auch hinzuschauen, was
genau dieses eine Tier braucht – mit seiner Persönlichkeit, seiner Geschichte und seinen besonderen Bedürfnissen.
Diese Philophie des Wohlbefindens zielt nich auf Perfektion, sondern auf Bewusstsein, Verantwortung und Verbindung – zwischen Mensch, Tier und Leben selbst.
Mein persönlicher Leitgedanke dabei ist: « lokah samastah sukhino bhavantu » - May all beings be happy and free, and may the thoughts, words, and actions contribute in some way to the happiness and freedom of all.
In Liebe
Laurent